Das Kuratorium des Rechtskomitees Lambda wurde für anerkannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eingerichtet, die durch eine Mitgliedschaft Ihre Unterstützung für die Menschenrechte gleichgeschlechtlich l i ebender Frauen und Männer dokumentieren.

 

 

Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner


Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner
Institut für Psychosoziale Intervention u. Kommunikationsforschung (PsyKo), Universität Innsbruck
 

"Die gesellschaftliche Lage homosexuell liebender Menschen ist auch in Zeiten sexueller Liberalisierung längst nicht so, dass man/frau von Gleichstellung oder Gleichberechtigung sprechen könnte. Völlig zu Unrecht werden bestimmte Lebens- und Liebensformen, Arten des Zusammenlebens oder des Auftretens homosexuell liebender Menschen nach wie vor diskriminiert, rechtlich benachteiligt und damit gesellschaftlich geächtet. Für sozial engagierte Wissenschaften und WissenschaftlerInnen tut sich damit die Notwendigkeit auf, immer wieder auf die gängigen Vorurteile und Diskriminierungen hinzuweisen und sie als grobes Unrecht gegenüber den betroffenen Menschen zu entlarven und zu kritisieren".

Abg. z. NR a.D. Mag. Thomas Barmüller


Abg. z. NR a.D. Mag. Thomas Barmüller
Liberales Forum
 

Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Benke


Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Benke
Legal Gender Studies, Univ. Wien
 

LAbg. a.D. Univ. Prof. Dr. Christian Brünner


LAbg. a.D. Univ. Prof. Dr. Christian Brünner
Prof. f. Staats- u. Verwaltungsrecht, Univ. Graz
 

Dr. Erik Buxbaum


Dr. Erik Buxbaum
Vorm. Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit
 

"Die Exekutive ist gesetzlich zu einer strikten Unparteilichkeit verpflichtet. Das bedeutet selbstverständlich auch, dass die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes und alle in der Exekutive tätigen Mitarbeiter die sexuelle Orientierung von Menschen mit denen sie beruflich zu tun haben völlig unbeachtet lassen müssen. So haben auch in schriftlichen Berichten und dergleichen Hinweise auf die sexuelle Orientierung des betroffenen Menschen zu unterbleiben, es sei denn es gibt hiefür eine sachliche Notwendigkeit. Die
konsequente Einhaltung dieses Prinzips hat dazu geführt, dass das Vertrauen der Lesben und Schwulen in die Polizei gestärkt wurde und es war und ist mir ein persönliches Anliegen, dass dieses Vertrauensverhältnis nicht nur erhalten bleibt sondern weiter gestärkt wird."

BM a.D. NR Abg. Dr. Caspar Einem


BM a.D. NR Abg. Dr. Caspar Einem
SPÖ
 

"Gerechtigkeit muss jeden Tag erkämpft werden. Das gilt umso mehr für all jene Bereiche, in denen wir noch so weit weg von gerechten Verhältnissen sind. Daher war es mir eine Freude, dem Kuratorium beizutreten, um deutlich zu machen, dass ich meinen Beitrag zu gerechteren Verhältnissen leisten will."

Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich


Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich
Vorstand der Univ.-Klinik für Neuropsychiatrie des Kindes- u. Jugendalters, AKH Wien
 

Univ.-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk


Univ.-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk
Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Wien, stv. Vorsitzender des Menschenbeirats im Innenministerium
 

„Die humanitäre Entwicklung einer Gesellschaft kann man vor allem daran erkennen, wie sie mit Diskriminierungen umgeht – ob sie sie überhaupt wahrnimmt und was sie dagegen tut. Menschen, die gleichgeschlechtlich lieben und leben wollen, zu benachteiligen, zu diffamieren, sie nicht zu schützen, sie zu verfolgen, in ihren Lebenschancen zu beeinträchtigen, ist ein Verbrechen, das Gesellschaften seit Jahrhunderten begangen haben und immer noch begehen. Es beginnt in den Köpfen und mit dem Hinweis auf eine vermeintlich „natürliche oder gottgewollte Ordnung“. Diesem Verbrechen entgegenzutreten, ist Menschenpflicht und Bedingung des Überlebens aller.“

Mag. Karin Gastinger


Mag. Karin Gastinger
Bundesministerin für Justiz a.D.
 

"Es ist für mich eine Frage der Menschenrechte aber auch der Gerechtigkeit, dass alle Menschen unabhängig von deren Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung in einem Rechtsstaat gleich behandelt werden. Leider sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein
gleichberechtigtes Leben von homosexuell orientierten Menschen in Österreich noch sehr ausbaubedürftig. Das Rechtskomitee Lambda stellt für mich in dieser Frage eine sehr seriöse Plattform dar, die auch aus tiefster Überzeugung gerne unterstütze."

Dr. Marion Gebhart


Dr. Marion Gebhart
Kinder- u. Jugendanwältin d. Stadt Wien a.D.
 

Dr. Alfred Gusenbauer


Dr. Alfred Gusenbauer
Altbundeskanzler
 

BM a.D. Dr. Hilde Hawlicek


BM a.D. Dr. Hilde Hawlicek
SPÖ
 

"Ich gratuliere zu 15 Jahre RKL!
Die engagierte und nachhaltige Arbeit des RKL hat bewirkt, dass sich in Österreich in der Öffentlichkeit und in der Gesetzgebung langsam aber sicher ein Gesinnungswandel vollzieht. Das Thema der gleich- geschlechtlichen Partnerschaft ist schon weitgehend enttabuisiert, die gesetzliche Anerkennung eines gleichberechtigten gesellschaftlichen Zusammenlebens aller muss noch erreicht werden. Das europäische Jahr 2007 gegen Diskriminierung und für Chancengleichheit wird auch innerhalb den EU-Ländern Vorurteilen und Diskriminierung den Kampf ansagen und das Bewusstsein zur Antidiskriminierungsgesetzgebung schärfen. Weiterhin viel Erfolg für die Arbeit des RKL!"

Dr. Barbara Helige


Dr. Barbara Helige
Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte
Vorm. Präsidentin der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter

NRAbg. a.D. Dr. Elisabeth Hlavac


NRAbg. a.D. Dr. Elisabeth Hlavac
SPÖ
 

"Ich unterstütze das Rechtskomitee Lambda, weil ich für die rechtliche Gleichbehandlung und gesellschaftliche Anerkennung aller Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung eintrete. Ein wichtiges Anliegen ist mir daher, dass auch gleichgeschlechtliche Paare endlich die Möglichkeit erhalten, ihre Beziehungen rechtlich abzusichern."

Dr. Lilian Hofmeister


Dr. Lilian Hofmeister
Expertin f. Menschenrechte u. Genderfragen
 

"Die Anerkennung der sexuellen Orientierung und der Gendergerechtigkeit als Menschen-, Grund- und Staatsbürgerrecht ist meines Erachtens das unabdingbare Fundament der verfassungsrechtlich geschützten Werte in fortschrittlichen, säkularen Demokratien . Und für mich das juristische Thema meines Lebens."

Dr. Judith Hutterer


Dr. Judith Hutterer
Präsidentin des Öst. Aids-Komitees
 

Hon.-Prof. Dr. Udo Jesionek


Hon.-Prof. Dr. Udo Jesionek
Präsident des Jugendgerichtshofs a.D., Präsident des Weissen Rings
 

"Ich hoffe, dass der nun neu gewählte Nationalrat sich endlich aufrafft, die unseeligen Relikte der seinerzeitigen Kriminalisierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften durch gesetzliche Tilgung der einschlägigen Verurteilungen zu beseitigen und alle Anstrengungen unternimmt, um eine rechtliche Gleichstellung der verschiedenen von unserer Gesellschaft anerkannten Formen des Zusammenlebens von Menschen unbeachtet ihrer sexuellen Ausrichtung herzustellen."


Gery Keszler
Foto: Markus Morianz


Gery Keszler
Life-Ball-Organisator
 

„Ich unterstütze das Rechtskomitee Lambda, weil ich nicht möchte, dass Menschen in Österreich als Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Solange homosexuelle Frauen und Männer nicht dieselben Rechte genießen wie Heterosexuelle, nimmt man ihnen staatlich sanktioniert auch einen Teil ihrer Würde. Dr. Helmut Graupner und das Rechtskomitee Lambda fungieren als Lobbyisten für die Erreichung unserer Ziele – und diese zu unterstützen sollte für jeden Menschen mit Gerechtigkeitssinn selbstverständlich sein“.

Abg. z. NR a.D. Dr. Volker Kier


Abg. z. NR a.D. Dr. Volker Kier
Liberales Forum
 

"Weil auch in Österreich Menschenrechte unteilbar und die Würde des Menschen unantastbar sein sollten, unterstütze ich vorbehaltlos das Rechtskomitee Lambda."

Univ.-Prof. Dr. Christian Köck


Univ.-Prof. Dr. Christian Köck
 

Dr. Kronsteiner


Dir. Dr. Franz Kronsteiner
Vorstandsvorsitzender D.A.S.
 

„4 Jahrzehnte Tätigkeit im Bereich Rechtsschutz haben mich gelehrt, dass nicht alle Interessen und Rechtspositionen durchsetzbar sind. Gleichzeitig habe ich aber auch erlebt, dass mit der gesellschaftlichen Entwicklung auch rechtliche Entwicklung möglich ist. Und ich habe schliesslich wahrgenommen, dass auch befriedigende rechtliche Rahmenbedingungen ohne Rat und Hilfe im Einzelfall nicht ausreichend nutzbar sind. Ich nehme Ihre ehrenvolle Einladung daher sehr gerne an und dokumentiere damit auch gerne meine Unterstützung für Ihre wichtige Tätigkeit im Bereich der täglichen Beratung und bei der immer wieder notwendigen Einforderung der Menschenrer notwendigen Einforderung der Menschenrechte.“

Univ.-Prof. DDr. Heinz Mayer


Univ.-Prof. DDr. Heinz Mayer
Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
 

"Wie immer Menschen ihr privates Leben gestalten: Der Staat hat hier größtmögliche Zurückhaltung zu üben und die Entscheidung des Einzelnen zu respektieren."

Prof. Dr. Roland Miklau


Prof. Dr. Roland Miklau
Sektionschef des Justizministeriums i.R.
 

„Das jahrhundertealte Zeitalter der rechtlichen Diskriminierung neigt sich Schritt für Schritt dem Ende zu, das Bestreben zur Beendigung der gesellschaftlichen Diskriminierung hat noch eine lange Wegstrecke vor sich.“

Dr. Michael Neider


Dr. Michael Neider
Sektionschef des Justizmininisteriums i.R.
 

"Ein demokratischer Rechtsstaat ist verpflichtet alle Formen zwischenmenschlichen Zusammenlebens durch seine legislative Tätigkeit zu legitimieren. So weit die verschiedenen Formen menschlicher Gemeinsamkeit eine rechtliche Abstützung erfordern, die historisch der Partnerschaft von Mann und Frau entsprechen, ist er zum Handeln aufgerufen."

Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak


Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak
Ludwig-Boltzmann-Institut f. Menschenrechte, UN-Sonderberichterstatter
 

Strukturelle Diskriminierung, d.h. systematische Benachteiligung großer Personengruppen auf Grund gewisser angeborener oder sonstiger Merkmale, stellt eine der schwersten Menschenrechtsverletzungen dar. Während sich bei der Diskriminierung auf Grund des Geschlechtes, der Hautfarbe, der ethnischen Herkunft oder Religion ein breites Bewusstsein über die Verwerflichkeit dieser Formen der Benachteiligung entwickelt hat, ist dies bei der Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung, des Alters oder der Behinderung leider noch nicht der Fall. Gerade in Österreich werden Homosexuelle weiterhin auf staatlicher wie gesellschaftlicher Ebene massiv benachteiligt. Das Rechtskomitee Lambda hat eine besonders wichtige Rolle, um einen entsprechenden Bewusstseinswandel in Österreich herbeizuführen.

Mag. Heinz Patzelt


Mag. Heinz Patzelt
Generalsekretär, Amnesty International Österreich
 

Univ.-Lekt. Mag. Dr. Rotraud A. Perner


Univ.-Prof. Mag. Dr. Rotraud A. Perner
Sexualwissenschafterin
 

"Je weniger selbst-sicher jemand ist, desto mehr wird er oder sie versuchen, sich auf Kosten anderer zu stabilisieren. Dazu haben jahrhundertelang juristische oder moralische Konstruktionen von Ungleichheit herhalten müssen. Seit fast hundert Jahren verbietet das Österreichische Bundes-Verfassungsgesetz "Vorrechte" der Geburt, des Geschlechts, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses - verständlich, wenn man daran denkt, dass es aus der Zeit unmittelbar nach der Wandlung Österreichs von einer Monarchie in einen demokratischen Staat entstand. Dennoch hat es fast genau so lang gebraucht, bis Antidikriminierungsgesetze erlassen wurden. Dennoch lebt der Geist der Benachteiligung, Verleumdung, Verspottung von Menschen, die künstlich als anders- oder gar abartig definiert werden, weiter - leider sogar in Teilen der Richterschaft! Deswegen ist das Rechtskomitee Lambda unverzichtbar - nicht nur als Vorkämpferin und Verteidigerin der Menschenrechte von homosexuell liebenden Menschen, sondern auch all derer, die im Zusammenhang mit Sexualität zur Zielscheibe uninformierter oder informationsverweigernder Menschen werden - und das können wir alle sein."

LAbg. Dr. Madeleine Petrovic


LAbg. Dr. Madeleine Petrovic
Die Grünen
 

Univ.-Doz. Dr. Arno Pilgram


Univ.-Doz. Dr. Arno Pilgram
Institut für Rechts- u. Kriminalsoziologie, Univ. Wien
 

„Ich unterstütze jedwede Initiative und Organisation wie das RKL, die sich gegen die Durchsetzung von partikularen Lebensentwürfen mit den Mitteln des Strafrechts, gegen Überkriminalisierung und für die Aufarbeitung von Kriminalisierungsunrecht der Vergangenheit einsetzt. Die hartnäckigen gesellschaftlichen und (außerstraf)rechtlichen Nachwirkungen selbst formal bereits beseitigter Inkriminierung von sexuellen Lebens- und Beziehungsformen sind dem Rechtssoziologen ein lehrreiches Beispiel für die faktische Kraft des Normativen (im Streit mit der normativen Kraft des Faktischen).“

DSA Monika Pinterits


DSA Monika Pinterits
Kinder- u. Jugendanwältin d. Stadt Wien
 

"Jegliche Formen von Diskriminierung aufgrund des Alters, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung oder sexueller Orientierung sind abzulehnen.
Da alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind müssen auch alle Menschen gleiche Rechte besitzen.
In meiner Tätigkeit als Kinder- und Jugendanwältin bin ich immer wieder damit konfrontiert, wie rasch Teile unserer Gesellschaft bereit sind Jugendliche auszugrenzen und wie sehr alte Bilder in den Köpfen der Menschen verhaftet sind.
Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der für alle Menschen genügend Raum vorhanden ist , in der Gemeinsamkeit statt Ausgrenzung Leitbild ist und ich wünsche mir ein friedliches und respektvolles Miteinander.
Es ist mir eine Ehre dem Kuratorium des Rechtskomitees Lambda anzugehören und bin für die hervorragende Arbeit im Sinne der Menschenrechte dankbar."

BM a. D. Mag.a Barbara Prammer


BM a. D. Mag.a Barbara Prammer
Erste Präsidentin des Nationalrates
 

„Am 13. September 1991 wurde das Rechtskomitee Lambda, Österreichs Bürgerrechtsorganisation für Homo- und Bisexuelle und transidente Männer und Frauen, aus der Taufe gehoben. Lambda kämpft seitdem für die Rechte homosexueller Frauen und Männer, um das Recht, nicht nur nach der eigenen Façon leben und lieben, sondern auch ohne Angst vor Diskriminierung leben zu können.
Es waren Organisationen wie Lambda die ihre Rechte bis hin zu den Obersten Gerichten in Österreich, auf europäischer Ebene wie auf internationaler Ebene eingeklagt und auch Recht bekommen haben.
Und dank Lambda und anderer Homosexuellenorganisationen hat sich die Sichtweise und die Einstellung innerhalb der österreichischen Bevölkerung gravierend geändert – ich glaube, das ist eines Ihrer großen Verdienste. Der Kampf gegen jede Form der Diskriminierung ist ein Kampf um Freiheit und Akzeptanz und ist daher für mich eine demokratiepolitische Verpflichtung. Diskriminierung ist keine Bagatelle, sondern ein Eingriff in die verfassungsrechtlich garantierten Grundrechte.
Jeder und jede muss das gleiche Recht auf gesetzlich anerkannte Formen der Partner- und Partnerinnenschaft haben, und – ich stehe nicht an, das zu sagen – inklusive einem Adoptionsrecht."

Dr. Elisabeth Rech


Dr. Elisabeth Rech
Vizepräsidentin der Rechtsanwaltsammer Wien
 

NRAbg. Dr. Peter Schieder


NRAbg. a. D. Dr. Peter Schieder
Ehrenpräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates
 

"Ihre Tätigkeit ist nicht nur für die Mitbürger, deren Anliegen Sie vertreten, sondern für uns alle von großer Bedeutung – denn es ist in unser aller Interesse, dass unsere Gesellschaft niemanden diskriminiert, und jeder ein Recht auf ein Leben in Fairness und Glück hat."

Dr. Anton Schmid


Dr. Anton Schmid
Kinder- u. Jugendanwalt der Stadt Wien
 

"Ein erster Durchbruch ist geschafft, die in der Öffentlichkeit bis vor Kurzem noch schonungslose Verdammung gleichgeschlechtlich Liebender dürfte überwunden sein, jetzt ist es an der Zeit, dass auch die an Stammtischen und in den Köpfen noch vieler existierenden Vorurteile und Widerstände zu thematisieren. Als Jugendanwalt werde ich auch weiterhin darauf achten, dass bereits in der Jugendarbeit darauf Rücksicht genommen wird, dass gleichgeschlechtlich liebende (und in der Regel meist verunsichterte) Jugendliche ihr vermeintliches "Anders sein" als ein "So Sein" akzeptieren lernen können und die Gesellschaft irgendwann sie dabei auch unterstützen wird. Aber es ist noch ein weiter Weg."

LAbg. Marco Schreuder


BRAbg. Marco Schreuder
Die Grünen
 

„In einer aufgeklärten und modernen Demokratie spielen NGOs eine besondere und wichtige Rolle. Ihre Aufgabe ist es, Maximalforderungen aufzustellen, auf Missstände aufmerksam zu machen und kontinuierlich die Politik kritisch zu begleiten. Das Rechtskomitee Lambda hat diese Aufgabe für Lesben, Schwule und Transgender in außergewöhnlicher Weise übernommen: Unbestechlich, unparteiisch, konsequent und stets im konstruktiven Dialog. Dafür gebührt ihr Dank für in der Vergangenheit erreichtes und Erfolg für die Zukunft."

Abg. z. NR Mag. Terezija Stoisits


NRAbg.a.D. Mag. Terezija Stoisits
Volksanwältin
 

Dr. Peter Tischler


Dr. Peter Tischler
Senatspräsident des Oberlandesgerichtes Innsbruck i.R.
 

„Gleichheitsgrundsatz, Diskriminierungsverbot, Schutz der Privatsphäre usw. mögen in der MRK und somit verfassungsrechtlich verankert sein. Doch bleiben sie leere Hülsen, solange sie nicht legistisch ausreichend umgesetzt und von den Rechtsanwendern bedingungslos beachtet werden. In diesem Sinne leistet das RKL einen unschätzbaren Beitrag zur Förderung unserer Rechtskultur.“

Dr. Marion Gebhart


Univ.-Prof. Dr. Hannes Tretter
Leiter des Ludwig-Boltzmann-Intituts für Menschenrechte, Vizepräsident des Verwaltungsrats der EU-Grundrechte-Agentur
 
„Es ist erfreulich festzustellen, dass das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung über das Recht auf Privatleben des Artikel 8 EMRK heute weitgehend garantiert und durch teilweise bahnbrechende Urteile des EGMR durchsetzbar geworden ist. Vom EGMR wurde auch Österreich bereits mehrmals wegen Verstoßes gegen das Diskriminierungsverbot nach Art 14 iVm Art 8 EMRK verurteilt. Im Alltagsleben werden jedoch Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung noch immer diskriminiert.


Solange etwa ein homosexuelles Paar, das seinen Aufenthalt in einer Frühstückspension verlängern möchte, aufgrund seiner sexuellen Orientierung abgewiesen und damit diskriminiert wird, können wir uns nicht zufrieden zurücklehnen. Die Politik muss endlich bereit sein, auch die Benachteiligung auf Grund sexueller Orientierung im Alltag im Gleichbehandlungsgesetz zu verbieten.


Gerade deswegen brauchen wir Einrichtungen wie Lambda und ich bin froh, einen kleinen Beitrag zu ihrer hervorragenden Arbeit leisten zu können."

Mag. Johannes Wahala


Mag. Johannes Wahala
Präsident der Österr. Gesellschaft f. Sexualforschung
 

„Die Selbstbestimmung des Liebes- und Sexuallebens ist ein unteilbares Grund- und Menschenrecht. Das Rechtskomitee Lambda setzt sich seit nunmehr 15 Jahren unermüdlich und beherzt gegen jedwede Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität ein und hat dabei – nicht nur in Österreich, sondern auch europaweit und international – große Erfolge erzielt und ein beachtliches Netzwerk geschaffen. Lesben, Schwule, Bisexuelle und transidente Menschen haben im Rechtskomitee Lambda eine unüberhörbare Stimme für ihre Rechte erhalten, die eigentlich Fundamente einer staatlichen Demokratie sein sollten.

In Österreich ist das Recht auf sexuelle Gleichbehandlung noch immer nicht umgesetzt. Damit wird gleichgeschlechtlich und transident empfindenden und l(i)ebenden Menschen ihre volle Würde und Anerkennung vorbehalten, was sich aus psychotherapeutischer Sicht und Erfahrung massiv auf die körperliche und psychische Gesundheit niederschlägt. Gesundheit und Lebensgefühl werden nicht unwesentlich von der Sexualität und tragfähigen Beziehungen beeinflusst. Das ist mittlerweile wissenschaftlich klar erwiesen.

Da es bei der sexuellen Gleichbehandlung um ein Menschenrecht, einen fundamentalen Wert unserer Demokratie und um die Gesundheit von Menschen geht, unterstütze ich das Rechtskomitee Lambda aus voller Überzeugung.

Das Rechtskomitee Lambda ist für mich ein notwendiger Stachel im Fleisch der Demokratie Österreich. Denn solange Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität die sexuelle Gleichbehandlung versagt ist, öffnet die Politik die Tore für Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt.“

Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin


Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin
Institut f. Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Universität Salzburg
 

Dr. Marion Gebhart


Dr. Mia Wittmann-Tiwald
Co-Vorsitzende der Fachgruppe Grundrechte der Richtervereinigung
 

"Erstaunlich, wie zäh sich historisches Unrecht halten kann. Es sind noch immer große Anstrengungen erforderlich, den Grundrechten gleichgeschlechtlich Liebender zum Durchbruch zu verhelfen. Der Abbruch der diskriminierenden Mauern benötigt nachhaltige Beschleunigung."