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Das Kuratorium des Rechtskomitees Lambda wurde für anerkannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eingerichtet, die durch eine Mitgliedschaft Ihre Unterstützung für die Menschenrechte gleichgeschlechtlich l
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ebender Frauen und Männer dokumentieren.
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Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner
Institut für Psychosoziale Intervention u.
Kommunikationsforschung (PsyKo), Universität Innsbruck
"Die gesellschaftliche Lage homosexuell liebender Menschen ist auch in
Zeiten sexueller Liberalisierung längst nicht so, dass man/frau von
Gleichstellung oder Gleichberechtigung sprechen könnte. Völlig zu
Unrecht werden bestimmte Lebens- und Liebensformen, Arten des
Zusammenlebens oder des Auftretens homosexuell liebender Menschen nach
wie vor diskriminiert, rechtlich benachteiligt und damit
gesellschaftlich geächtet.
Für sozial engagierte Wissenschaften und WissenschaftlerInnen tut sich
damit die Notwendigkeit auf, immer wieder auf die gängigen Vorurteile
und Diskriminierungen hinzuweisen und sie als grobes Unrecht gegenüber
den betroffenen Menschen zu entlarven und zu kritisieren".
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Dr. Erik Buxbaum
Vorm. Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit
"Die
Exekutive ist gesetzlich zu einer strikten
Unparteilichkeit verpflichtet. Das bedeutet
selbstverständlich auch, dass die Organe des
öffentlichen Sicherheitsdienstes und alle in der
Exekutive tätigen Mitarbeiter die sexuelle Orientierung
von Menschen mit denen sie beruflich zu tun haben völlig
unbeachtet lassen müssen. So haben auch in schriftlichen
Berichten und dergleichen Hinweise auf die sexuelle
Orientierung des betroffenen Menschen zu unterbleiben,
es sei denn es gibt hiefür eine sachliche Notwendigkeit.
Die
konsequente Einhaltung dieses Prinzips hat dazu geführt,
dass das Vertrauen der Lesben und Schwulen in die
Polizei gestärkt wurde und es war und ist mir ein
persönliches Anliegen, dass dieses Vertrauensverhältnis
nicht nur erhalten bleibt sondern weiter gestärkt wird." |
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BM a.D. NR Abg. Dr. Caspar Einem
SPÖ
"Gerechtigkeit muss jeden Tag erkämpft werden. Das gilt umso mehr für all jene Bereiche, in denen wir noch so weit weg von gerechten Verhältnissen sind. Daher war es mir eine Freude, dem Kuratorium beizutreten, um deutlich zu machen, dass ich meinen Beitrag zu gerechteren Verhältnissen leisten will."
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Univ.-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk
Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Wien, stv. Vorsitzender des Menschenbeirats im Innenministerium
„Die humanitäre Entwicklung einer Gesellschaft kann man
vor allem daran erkennen, wie sie mit Diskriminierungen
umgeht – ob sie sie überhaupt wahrnimmt und was sie
dagegen tut. Menschen, die gleichgeschlechtlich lieben
und leben wollen, zu benachteiligen, zu diffamieren, sie
nicht zu schützen, sie zu verfolgen, in ihren
Lebenschancen zu beeinträchtigen, ist ein Verbrechen,
das Gesellschaften seit Jahrhunderten begangen haben und
immer noch begehen. Es beginnt in den Köpfen und mit dem
Hinweis auf eine vermeintlich „natürliche oder
gottgewollte Ordnung“. Diesem Verbrechen
entgegenzutreten, ist Menschenpflicht und Bedingung des
Überlebens aller.“ |
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Mag. Karin Gastinger
Bundesministerin für Justiz a.D.
"Es ist für mich eine Frage der Menschenrechte aber
auch der Gerechtigkeit, dass alle Menschen unabhängig
von deren Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder
sexueller Orientierung in einem Rechtsstaat gleich
behandelt werden. Leider sind die rechtlichen
Rahmenbedingungen für ein
gleichberechtigtes Leben von homosexuell orientierten
Menschen in Österreich noch sehr ausbaubedürftig. Das
Rechtskomitee Lambda stellt für mich in dieser Frage
eine sehr seriöse Plattform dar, die auch aus tiefster
Überzeugung gerne unterstütze." |
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BM a.D. Dr. Hilde Hawlicek
SPÖ
"Ich gratuliere zu 15 Jahre RKL!
Die engagierte und nachhaltige Arbeit des RKL hat bewirkt, dass sich in Österreich in der Öffentlichkeit und in der Gesetzgebung langsam aber sicher ein Gesinnungswandel vollzieht. Das Thema der gleich- geschlechtlichen Partnerschaft ist schon weitgehend enttabuisiert, die gesetzliche Anerkennung eines gleichberechtigten gesellschaftlichen Zusammenlebens aller muss noch erreicht werden. Das europäische Jahr 2007 gegen Diskriminierung und für Chancengleichheit wird auch innerhalb den EU-Ländern Vorurteilen und Diskriminierung den Kampf ansagen und das Bewusstsein zur Antidiskriminierungsgesetzgebung schärfen. Weiterhin viel Erfolg für die Arbeit des RKL!"
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NRAbg. a.D. Dr. Elisabeth Hlavac
SPÖ
"Ich unterstütze das Rechtskomitee Lambda, weil ich für
die rechtliche Gleichbehandlung und gesellschaftliche
Anerkennung aller Menschen unabhängig ihrer sexuellen
Orientierung eintrete. Ein wichtiges Anliegen ist mir
daher, dass auch gleichgeschlechtliche Paare endlich die
Möglichkeit erhalten, ihre Beziehungen rechtlich
abzusichern." |
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Dr. Lilian Hofmeister
Expertin f. Menschenrechte u. Genderfragen
"Die Anerkennung der sexuellen Orientierung und der Gendergerechtigkeit als Menschen-, Grund- und Staatsbürgerrecht ist meines Erachtens das unabdingbare Fundament der verfassungsrechtlich geschützten Werte in fortschrittlichen, säkularen Demokratien . Und für mich das juristische Thema meines Lebens."
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Hon.-Prof. Dr. Udo Jesionek
Präsident des Jugendgerichtshofs a.D., Präsident des Weissen Rings
"Ich hoffe, dass der nun neu gewählte Nationalrat sich
endlich aufrafft,
die unseeligen Relikte der seinerzeitigen
Kriminalisierung
gleichgeschlechtlicher Partnerschaften durch gesetzliche
Tilgung der
einschlägigen Verurteilungen zu beseitigen und alle
Anstrengungen
unternimmt, um eine rechtliche Gleichstellung der
verschiedenen von
unserer Gesellschaft anerkannten Formen des
Zusammenlebens von Menschen
unbeachtet ihrer sexuellen Ausrichtung herzustellen." |
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Foto: Markus Morianz
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Gery Keszler
Life-Ball-Organisator
„Ich unterstütze das Rechtskomitee Lambda, weil ich nicht möchte, dass Menschen in Österreich als Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Solange homosexuelle Frauen und Männer nicht dieselben Rechte genießen wie Heterosexuelle, nimmt man ihnen staatlich sanktioniert auch einen Teil ihrer Würde. Dr. Helmut Graupner und das Rechtskomitee Lambda fungieren als Lobbyisten für die Erreichung unserer Ziele – und diese zu unterstützen sollte für jeden Menschen mit Gerechtigkeitssinn selbstverständlich sein“.
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Abg. z. NR a.D. Dr. Volker Kier
Liberales Forum
"Weil auch in Österreich Menschenrechte unteilbar und
die Würde des Menschen unantastbar sein sollten,
unterstütze ich vorbehaltlos das Rechtskomitee Lambda." |
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Dir. Dr. Franz Kronsteiner
Vorstandsvorsitzender D.A.S.
„4 Jahrzehnte Tätigkeit im Bereich Rechtsschutz haben mich gelehrt, dass nicht alle Interessen und Rechtspositionen durchsetzbar sind. Gleichzeitig habe ich aber auch erlebt, dass mit der gesellschaftlichen Entwicklung auch rechtliche Entwicklung möglich ist. Und ich habe schliesslich wahrgenommen, dass auch befriedigende rechtliche Rahmenbedingungen ohne Rat und Hilfe im Einzelfall nicht ausreichend nutzbar sind. Ich nehme Ihre ehrenvolle Einladung daher sehr gerne an und dokumentiere damit auch gerne meine Unterstützung für Ihre wichtige Tätigkeit im Bereich der täglichen Beratung und bei der immer wieder notwendigen Einforderung der Menschenrer notwendigen Einforderung der Menschenrechte.“
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Univ.-Prof. DDr. Heinz Mayer
Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der
Universität Wien
"Wie immer Menschen ihr privates Leben gestalten: Der
Staat hat hier größtmögliche Zurückhaltung zu üben und
die Entscheidung des Einzelnen zu respektieren." |
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Prof. Dr. Roland Miklau
Sektionschef des Justizministeriums i.R.
„Das jahrhundertealte Zeitalter der rechtlichen
Diskriminierung neigt sich Schritt für Schritt dem Ende
zu, das Bestreben zur Beendigung der gesellschaftlichen
Diskriminierung hat noch eine lange Wegstrecke vor
sich.“ |
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Dr. Michael Neider
Sektionschef des Justizmininisteriums i.R.
"Ein demokratischer Rechtsstaat ist verpflichtet alle Formen zwischenmenschlichen Zusammenlebens durch seine legislative Tätigkeit zu legitimieren. So weit die verschiedenen Formen menschlicher Gemeinsamkeit eine rechtliche Abstützung erfordern, die historisch der Partnerschaft von Mann und Frau entsprechen, ist er zum Handeln aufgerufen."
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Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak
Ludwig-Boltzmann-Institut f. Menschenrechte, UN-Sonderberichterstatter
Strukturelle Diskriminierung, d.h. systematische Benachteiligung großer Personengruppen auf Grund gewisser angeborener oder sonstiger Merkmale, stellt eine der
schwersten Menschenrechtsverletzungen dar. Während sich bei der Diskriminierung auf Grund des Geschlechtes, der Hautfarbe, der ethnischen Herkunft oder Religion ein breites Bewusstsein über die Verwerflichkeit dieser Formen der Benachteiligung entwickelt hat, ist dies bei der Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung, des Alters oder der Behinderung leider noch nicht der Fall. Gerade in Österreich werden Homosexuelle weiterhin auf staatlicher wie gesellschaftlicher Ebene massiv benachteiligt. Das Rechtskomitee Lambda hat eine besonders wichtige Rolle, um einen entsprechenden Bewusstseinswandel in Österreich
herbeizuführen.
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Univ.-Prof. Mag. Dr. Rotraud A. Perner
Sexualwissenschafterin
"Je weniger selbst-sicher jemand ist, desto mehr wird er oder sie versuchen, sich auf Kosten anderer zu stabilisieren. Dazu haben jahrhundertelang juristische oder moralische Konstruktionen von Ungleichheit herhalten müssen. Seit fast hundert Jahren verbietet das Österreichische Bundes-Verfassungsgesetz "Vorrechte" der Geburt, des Geschlechts, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses - verständlich, wenn man daran denkt, dass es aus der Zeit unmittelbar nach der Wandlung Österreichs von einer Monarchie in einen demokratischen Staat entstand. Dennoch hat es fast genau so lang gebraucht, bis Antidikriminierungsgesetze erlassen wurden. Dennoch lebt der Geist der Benachteiligung, Verleumdung, Verspottung von Menschen, die künstlich als anders- oder gar abartig definiert werden, weiter - leider sogar in Teilen der Richterschaft! Deswegen ist das Rechtskomitee Lambda unverzichtbar - nicht nur als Vorkämpferin und Verteidigerin der Menschenrechte von homosexuell liebenden Menschen, sondern auch all derer, die im Zusammenhang mit Sexualität zur Zielscheibe uninformierter oder informationsverweigernder Menschen werden - und das können wir alle sein."
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Univ.-Doz. Dr. Arno Pilgram
Institut für Rechts- u. Kriminalsoziologie, Univ. Wien
„Ich unterstütze jedwede Initiative und Organisation wie das RKL, die sich gegen die Durchsetzung von partikularen Lebensentwürfen mit den Mitteln des Strafrechts, gegen Überkriminalisierung und für die Aufarbeitung von Kriminalisierungsunrecht der Vergangenheit einsetzt. Die hartnäckigen gesellschaftlichen und (außerstraf)rechtlichen Nachwirkungen selbst formal bereits beseitigter Inkriminierung von sexuellen Lebens- und Beziehungsformen sind dem Rechtssoziologen ein lehrreiches Beispiel für die faktische Kraft des Normativen (im Streit mit der normativen Kraft des Faktischen).“
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DSA Monika Pinterits
Kinder- u. Jugendanwältin d. Stadt Wien
"Jegliche Formen von Diskriminierung aufgrund des
Alters, ethnischer Zugehörigkeit, Religion,
Weltanschauung oder sexueller Orientierung sind
abzulehnen.
Da alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind müssen auch
alle Menschen gleiche Rechte besitzen.
In meiner Tätigkeit als Kinder- und Jugendanwältin bin
ich immer wieder damit konfrontiert, wie rasch Teile
unserer Gesellschaft bereit sind Jugendliche
auszugrenzen und wie sehr alte Bilder in den Köpfen der
Menschen verhaftet sind.
Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der für alle
Menschen genügend Raum vorhanden ist , in der
Gemeinsamkeit statt Ausgrenzung Leitbild ist und ich
wünsche mir ein friedliches und respektvolles
Miteinander.
Es ist mir eine Ehre dem Kuratorium des Rechtskomitees
Lambda anzugehören und bin für die hervorragende Arbeit
im Sinne der Menschenrechte dankbar." |
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BM a. D. Mag.a Barbara Prammer
Erste Präsidentin des Nationalrates
„Am
13. September 1991 wurde das Rechtskomitee Lambda,
Österreichs Bürgerrechtsorganisation für Homo- und
Bisexuelle und transidente Männer und Frauen, aus der
Taufe gehoben. Lambda kämpft seitdem für die Rechte
homosexueller Frauen und Männer, um das Recht, nicht nur
nach der eigenen Façon leben und lieben, sondern auch
ohne Angst vor Diskriminierung leben zu können.
Es waren Organisationen wie Lambda die ihre Rechte bis
hin zu den Obersten Gerichten in Österreich, auf
europäischer Ebene wie auf internationaler Ebene
eingeklagt und auch Recht bekommen haben.
Und dank Lambda und anderer Homosexuellenorganisationen
hat sich die Sichtweise und die Einstellung innerhalb
der österreichischen Bevölkerung gravierend geändert –
ich glaube, das ist eines Ihrer großen Verdienste. Der
Kampf gegen jede Form der Diskriminierung ist ein Kampf
um Freiheit und Akzeptanz und ist daher für mich eine
demokratiepolitische Verpflichtung. Diskriminierung ist
keine Bagatelle, sondern ein Eingriff in die
verfassungsrechtlich garantierten Grundrechte.
Jeder und jede muss das gleiche Recht auf gesetzlich
anerkannte Formen der Partner- und Partnerinnenschaft
haben, und – ich stehe nicht an, das zu sagen –
inklusive einem Adoptionsrecht." |
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NRAbg. a. D. Dr. Peter Schieder
Ehrenpräsident der Parlamentarischen Versammlung
des Europarates
"Ihre Tätigkeit ist nicht nur für die Mitbürger, deren Anliegen Sie vertreten, sondern für uns alle von großer Bedeutung – denn es ist in unser aller Interesse, dass unsere Gesellschaft niemanden diskriminiert, und jeder ein Recht auf ein Leben in Fairness und Glück hat."
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Dr. Anton Schmid
Kinder- u. Jugendanwalt der Stadt Wien
"Ein erster Durchbruch ist geschafft, die in der Öffentlichkeit bis vor Kurzem noch schonungslose Verdammung gleichgeschlechtlich Liebender dürfte überwunden sein, jetzt ist es an der Zeit, dass auch die an Stammtischen und in den Köpfen noch vieler existierenden Vorurteile und Widerstände zu thematisieren. Als Jugendanwalt werde ich auch weiterhin darauf achten, dass bereits in der Jugendarbeit darauf Rücksicht genommen wird, dass gleichgeschlechtlich liebende (und in der Regel meist verunsichterte) Jugendliche ihr vermeintliches "Anders sein" als ein "So Sein" akzeptieren lernen können und die Gesellschaft irgendwann sie dabei auch unterstützen wird. Aber es ist noch ein weiter Weg."
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Dr. Peter Tischler
Senatspräsident des Oberlandesgerichtes Innsbruck i.R.
„Gleichheitsgrundsatz, Diskriminierungsverbot, Schutz der Privatsphäre usw. mögen in der MRK und somit verfassungsrechtlich verankert sein. Doch bleiben sie leere Hülsen, solange sie nicht legistisch ausreichend umgesetzt und von den Rechtsanwendern bedingungslos beachtet werden. In diesem Sinne leistet das RKL einen unschätzbaren Beitrag zur Förderung unserer Rechtskultur.“
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Mag. Johannes Wahala
Präsident der Österr. Gesellschaft f. Sexualforschung
„Die Selbstbestimmung des Liebes- und Sexuallebens ist ein unteilbares Grund- und Menschenrecht. Das Rechtskomitee Lambda setzt sich seit nunmehr 15 Jahren unermüdlich und beherzt gegen jedwede Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität ein und hat dabei – nicht nur in Österreich, sondern auch europaweit und international – große Erfolge erzielt und ein beachtliches Netzwerk geschaffen. Lesben, Schwule, Bisexuelle und transidente Menschen haben im Rechtskomitee Lambda eine unüberhörbare Stimme für ihre Rechte erhalten, die eigentlich Fundamente einer staatlichen Demokratie sein sollten.
In Österreich ist das Recht auf sexuelle Gleichbehandlung noch immer nicht umgesetzt. Damit wird gleichgeschlechtlich und transident empfindenden und l(i)ebenden Menschen ihre volle Würde und Anerkennung vorbehalten, was sich aus psychotherapeutischer Sicht und Erfahrung massiv auf die körperliche und psychische Gesundheit niederschlägt. Gesundheit und Lebensgefühl werden nicht unwesentlich von der Sexualität und tragfähigen Beziehungen beeinflusst. Das ist mittlerweile wissenschaftlich klar erwiesen.
Da es bei der sexuellen Gleichbehandlung um ein Menschenrecht, einen fundamentalen Wert unserer Demokratie und um die Gesundheit von Menschen geht, unterstütze ich das Rechtskomitee Lambda aus voller Überzeugung.
Das Rechtskomitee Lambda ist für mich ein notwendiger Stachel im Fleisch der Demokratie Österreich. Denn solange Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität die sexuelle Gleichbehandlung versagt ist, öffnet die Politik die Tore für Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt.“
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